Nicht nur was für Einsteiger
Sie ist eines der ältesten Instrumente überhaupt und bis heute gefragt: Die Blockflöte gehört zur Familie der sogenannten Kernspalt- oder Duktflöten, bei denen der Ton durch einen gezielten Luftstrom im Mundstück entsteht. Für Musikneulinge ist sie besonders gut geeignet, da die Tonerzeugung schnell gelingt und bereits nach kurzer Zeit einfache Melodien gespielt werden können. So lässt sich früh ein Gefühl für Atmung, Fingerkoordination, Rhythmus und musikalischen Ausdruck entwickeln. Gleichzeitig ist die Blockflöte keineswegs nur ein „Einsteigerinstrument“, denn es existiert ein umfangreiches und sehr virtuoses Repertoire, das hohe technische und musikalische Ansprüche stellt. Vor allem in der Renaissance und im Barock erlebte sie eine große Blütezeit und wurde sowohl als Soloinstrument als auch im Ensemble geschätzt. Komponisten schrieben anspruchsvolle Werke mit schnellen Läufen, Verzierungen und großem Tonumfang, die auch heute noch fester Bestandteil der Konzertliteratur sind. Zudem umfasst die Blockflöte eine ganze Instrumentenfamilie – von Sopranino über Sopran, Alt und Tenor bis hin zu Bass- und Großbassblockflöten, wodurch sich ein breites Klangspektrum von hell und durchdringend bis warm und tief ergibt. Ableger und verwandte Instrumente finden ihren Platz in der Volksmusik verschiedener Kulturen, etwa die Pennywhistle in der irischen Musik, die für ihren klaren, lebendigen Klang bekannt ist. Mit der Blockflöte kannst du sowohl alleine als auch gemeinsam mit anderen musizieren, etwa in einem Blockflötenensemble. Sie eröffnet dir die Möglichkeit, klassische Musik, Volksmusik und auch moderne Musikrichtungen zu spielen, unterschiedliche Stilarten kennenzulernen, neue Spieltechniken zu entdecken und über viele Jahre hinweg Freude an einem vielseitigen Instrument zu haben, das mit deinen Fähigkeiten mitwächst.






